Duru Çanta
Drucktechniken für Stofftaschen
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Drucktechniken für Stofftaschen

8. September 20265 Min. Lesezeit0 Aufrufe

Der Druck ist auf einer Stofftasche die einzige Fläche, auf der eine Marke tatsächlich sichtbar wird. Dieselbe Tasche bleibt mit der richtigen Technik jahrelang lesbar und verliert den Druck mit der falschen schon bei der zweiten Wäsche. Dieser Beitrag vergleicht die sechs gebräuchlichen Verfahren nach Farbanzahl, Menge, Haltbarkeit, Stoffeignung und Kosten und klärt, welches wofür richtig ist.

Vergleichstabelle

TechnikFarbgrenzeSinnvolle MengeWaschbeständigkeitGriffRelative Kosten
SiebdruckJe Farbe ein eigenes SiebHohe AuflageSehr hochLeicht spürbarSinkt mit der Menge stark
DTF (Filmtransfer)Unbegrenzt, auch FotosKleine und mittlere AuflageHochDeutlich spürbarer FilmÄndert sich kaum mit der Menge
DTG (Direktdruck)UnbegrenztSehr kleine AuflageMittelFast nicht spürbarHoch
Transfer (Flex, Flock)Wenige FarbenKleine AuflageMittel - hochDick, erhabenMittel
SublimationUnbegrenztMittelSehr hochGar nicht spürbarMittel
StickereiDurch Fadenzahl begrenztJede MengeAm höchstenErhabene StrukturHoch
Siebe, Trocknungstunnel und Farbschrank unter einem Dach belegen, dass wirklich im Haus gedruckt wird.
Siebe, Trocknungstunnel und Farbschrank unter einem Dach belegen, dass wirklich im Haus gedruckt wird.

Siebdruck

Beim Siebdruck wird Farbe durch ein gespanntes Gewebe auf den Stoff gedrückt. Es ist das klassische und immer noch verbreitetste Verfahren für Werbetaschen.

Ablauf: Für jede Farbe wird ein eigenes Sieb angefertigt. Die Tasche wird auf die Palette gelegt, die Farbe durch das Sieb gezogen, der Druck getrocknet und bei Bedarf für die nächste Farbe wiederholt.

Stärke: Bei hoher Auflage ist der Stückpreis unschlagbar. Die Farbdeckung ist kräftig, helle Farben decken selbst auf dunklem Stoff. Die Waschbeständigkeit gehört zur Spitzengruppe.

Schwäche: Die Siebvorbereitung ist ein Fixkostenblock, und jede Farbe wiederholt ihn. Für Verläufe und Fotomotive ist das Verfahren nicht geeignet.

Wann wählen: Ein- oder zweifarbige Logos, hohe Stückzahlen, Anspruch auf lange Lebensdauer.

DTF-Druck

Beim DTF wird das Motiv zuerst auf eine Spezialfolie gedruckt, mit Klebepulver fixiert und anschließend mit der Transferpresse auf den Stoff übertragen. Das Verfahren hat sich in den letzten Jahren rasch verbreitet und ersetzt bei kleinen Auflagen zunehmend den Siebdruck.

Stärke: Keine Farbgrenze. Fotos, Verläufe und feine Details lassen sich problemlos drucken. Ohne Siebvorbereitung ist das Verfahren bei kleinen Mengen sehr vorteilhaft, und jede Tasche kann ein anderes Motiv tragen.

Schwäche: Der Druck liegt als Filmschicht auf dem Stoff und ist mit der Hand spürbar. Bei großen Vollflächen wird dieser Griff deutlich und die Atmungsaktivität sinkt. Der Stückpreis fällt mit steigender Menge kaum.

Wann wählen: Mehrfarbige Motive, kleine und mittlere Auflagen, personalisierter Druck, schnelle Lieferung.

Der Wendepunkt zwischen Siebdruck und DTF

Die Wahl entscheidet sich meist am Schnittpunkt von Menge und Farbanzahl:

  • Eine Farbe, hohe Auflage: Siebdruck ist deutlich günstiger, und der Abstand wächst mit der Menge.
  • Eine Farbe, kleine Auflage: Da sich die Siebkosten auf wenige Stück verteilen, kann DTF vorne liegen.
  • Mehrfarbiges Motiv, jede Menge: Da jede Farbe ein weiteres Sieb bedeutet, ist DTF ab vier Farben fast immer geeigneter.
  • Foto oder Verlauf: Siebdruck ist keine Option.
Beim Siebdruck verteilt sich die Einrichtung auf die Auflage, DTF hat keine: die Kurven kreuzen sich bei einer bestimmten Menge.
Beim Siebdruck verteilt sich die Einrichtung auf die Auflage, DTF hat keine: die Kurven kreuzen sich bei einer bestimmten Menge.

DTG-Druck

Beim DTG wird die Tinte direkt in den Stoff gesprüht. Man kann sich einen Papierdrucker vorstellen, der auf Textil arbeitet.

Stärke: Kaum Griff, der Druck zieht in den Stoff ein. Einzelstückfertigung ist möglich.

Schwäche: Gute Ergebnisse nur auf Baumwolle und hellen Farben. Auf dunklem Stoff ist eine weiße Grundierung nötig, was die Kosten erhöht. Die Waschbeständigkeit liegt hinter dem Siebdruck.

Wann wählen: Sehr kleine Auflagen, personalisierte Produkte, helle Baumwollstoffe.

Transfer: Flex und Flock

Geschnittene Farbfolie wird mit der Transferpresse auf den Stoff geklebt. Flex ergibt eine glatte, leicht glänzende Oberfläche, Flock eine samtige, erhabene.

Stärke: Scharfe Kanten, kräftige Farben, schnelle Lösung bei kleinen Mengen. Verbreitet bei Sport- und Namensdrucken.

Schwäche: Auf großen Flächen dick und nicht atmungsaktiv. Sehr feine Details lassen sich nicht schneiden. Die Kanten können sich mit der Zeit lösen.

Wann wählen: Wenige Farben mit klaren Konturen, kleine Auflagen von Namen und Nummern.

Sublimation

Hitze überführt den Farbstoff in Gasform, das in die Polyesterfaser eindringt. Der Druck liegt nicht auf der Oberfläche, sondern darin.

Stärke: Hinterlässt keinerlei Griff, verblasst nicht und reißt nicht. Vollflächiger Druck bis an die Kanten ist möglich.

Schwäche: Funktioniert nur auf Polyester und dessen Derivaten, auf Baumwolle also nicht. Zudem ist ein heller Untergrund nötig.

Wann wählen: Flächendessins auf Taschen aus Polyester oder technischem Stoff.

Stickerei ist kein Druck, sondern eine dem Stoff hinzugefügte Schicht; Waschen wirkt sich kaum aus.
Stickerei ist kein Druck, sondern eine dem Stoff hinzugefügte Schicht; Waschen wirkt sich kaum aus.

Stickerei

Das Logo wird mit Garn gestickt. Es ist kein Druck, sondern eine dem Stoff hinzugefügte Schicht.

Stärke: Die höchste wahrgenommene Wertigkeit und die längste Lebensdauer. Waschen wirkt sich praktisch nicht aus.

Schwäche: Hohe Kosten, berechnet nach Stichzahl. Feine Details und kleine Schrift lassen sich nicht sticken. Auf dünnem Stoff entsteht Wellenbildung.

Wann wählen: Firmengeschenke, Korpus aus Canvas oder Gabardine, dauerhafter Markeneindruck.

Technikeignung nach Stoff

StoffSiebdruckDTFDTGTransferSublimationStickerei
RohbaumwolleSehr gutGeeignetGeeignetGeeignetNicht geeignetGeeignet
CanvasSehr gutGeeignetGeeignetGeeignetNicht geeignetSehr gut
GabardineGeeignetGeeignetBegrenztGeeignetBegrenztSehr gut
VliesstoffGeeignetBegrenztNicht geeignetBegrenztNicht geeignetNicht geeignet
ImpertexGeeignetBegrenztNicht geeignetGeeignetBegrenztBegrenzt
PolyesterGeeignetGeeignetNicht geeignetGeeignetSehr gutGeeignet

Die Unterschiede zwischen den Stoffen selbst stehen im Materialvergleich.

Druckdaten richtig vorbereiten

Ein erheblicher Teil der Druckprobleme beginnt nicht in der Produktion, sondern in der gelieferten Datei.

  • Senden Sie eine Vektordatei. Ein nicht vektorisiertes Logo franst beim Vergrößern aus. Für den Siebdruck ist eine Vektordatei zwingend.
  • Geben Sie Farben als Pantone-Referenz an. Die Farbe am Bildschirm ist nicht die Farbe auf dem Stoff. Ohne Referenz wählt der Hersteller den nächstliegenden Ton, und das Ergebnis führt zu Diskussionen.
  • Prüfen Sie Linienstärken. Sehr dünne Linien laufen im Siebdruck zu und lassen sich im Transfer nicht schneiden. Faustregel: Was Sie in Druckgröße nicht bequem lesen, ist auf dem Stoff gar nicht lesbar.
  • Geben Sie die Druckfläche als Maß an. "Mittig" ist keine Anweisung. Nennen Sie Abstände zum Henkelansatz und zur Unterkante.
  • Berücksichtigen Sie die Stofffarbe. Ein helles Logo auf dunklem Stoff braucht eine deckende Grundierung, was die Kosten beeinflusst.

Druckfläche und Positionierung

Bei der Positionierung sind drei Maße entscheidend:

  1. Abstand zur Oberkante: Eine gefüllte Tasche rollt sich oben ein. Zu hoch gesetzter Druck knickt im Gebrauch.
  2. Abstand zum Henkelansatz: Der Bereich, in dem der Henkel aufgenäht ist, wird dicker. Ein bis dorthin reichender Druck sitzt nicht plan.
  3. Bodenlinie: Bei einer Tasche mit Boden wirkt Druck auf der Seitenfalte gebrochen, solange die Tasche leer ist.

Bei Faltmodellen sind zusätzlich die Faltlinien zu beachten; Einzelheiten im Leitfaden für Falttaschen.

Was die Waschbeständigkeit verbessert

  • Korrekte Trocknungszeit und Temperatur nach dem Druck. Unzureichendes Aushärten senkt die Beständigkeit bei jeder Technik.
  • Waschen auf links und bei niedriger Temperatur.
  • Nicht direkt über den Druck bügeln.
  • Keine Bleiche und keine scharfen Chemikalien.

Nach Waschtestergebnissen zu fragen ist die praktischste Qualitätsunterscheidung. Wer den Test nicht durchführt, schätzt, wenn er über Beständigkeit spricht. Weitere Fragen stehen im Leitfaden zur Herstellerauswahl.

Qualitätskontrolle nach dem Druck

Die Prüfpunkte an einer gelieferten Partie sind klar und alle mit bloßem Auge machbar.

  • Farbkonstanz: Nehmen Sie zehn zufällige Stück und legen Sie sie nebeneinander. Ein Tonunterschied zeigt, dass die Farbmischung mitten im Lauf erneuert wurde.
  • Positionsversatz: Legen Sie dieselben zehn übereinander und prüfen Sie die Ausrichtung. Mehr als zwei Zentimeter Versatz heißt, die Paletteneinstellung hat sich verschoben.
  • Kantenschärfe: Auslaufen an der Druckkante deutet auf ein Sieb hin, das seine Spannung verloren hat.
  • Aushärtungsprobe: Mit dem Fingernagel auf den Druck drücken und ziehen. Bleibt Farbe am Finger, wurde zu kurz getrocknet und der Druck wäscht sich aus.
  • Dehnprobe: Dehnen Sie die bedruckte Fläche leicht. Risse bedeuten zu dick aufgetragene Farbe.

Diese fünf Prüfungen dauern fünf Minuten und fangen eine problematische Partie vor der Verteilung ab.

Etiketten und zweite Druckflächen

Meist wird nur der Korpusdruck bedacht, dabei hat eine Tasche drei weitere Flächen, die eine Marke tragen können.

Innenetikett

Ein gewebtes oder Satinetikett in der Seitennaht ist die dauerhafte Identität des Produkts. Es bleibt vom Waschen unberührt und noch lesbar, wenn der Korpusdruck längst gelitten hat. Es kostet wenig und hebt die wahrgenommene Wertigkeit bei Firmenaufträgen spürbar.

Druck auf dem Henkel

Ein schmaler Druck auf dem Gurtband liegt auf Augenhöhe, während die Tasche auf der Schulter getragen wird. Da die Fläche klein ist, eignen sich nur eine einfache Schrift oder ein Zeichen.

Boden und Seitenflächen

Bei Modellen mit Boden sind die Seitenflächen eine zweite Druckfläche. Die Hauptbotschaft bleibt auf dem Korpus, auf die Seite kommen Kontaktdaten oder eine Kampagnenadresse.

Bei Faltmodellen ist die im gefalteten Zustand sichtbare Taschenfläche eine weitere Fläche; Einzelheiten im Leitfaden für Falttaschen.

Häufige Fragen

Ist DTF-Druck auf einer Stofftasche haltbar?

Richtig angewandt ist er haltbar und übersteht viele Wäschen. Entscheidend sind Temperatur, Zeit und Druck der Transferpresse; ein unzureichend gepresster Transfer löst sich an den Kanten. Der Unterschied zum Siebdruck zeigt sich mehr im Griff als in der Haltbarkeit.

Welche Technik ist am günstigsten?

Das hängt an der Menge. Bei hoher Auflage in einer Farbe ist Siebdruck klar am günstigsten. Bei kleinen Mengen verteilen sich die Siebkosten auf wenige Stück und DTF liegt vorn. Keine Technik ist in jedem Fall die günstigste.

Wie viele Farben sind im Siebdruck möglich?

Technisch viele, aber jede Farbe bedeutet ein weiteres Sieb und einen weiteren Durchgang. Ab vier Farben ist Siebdruck meist nicht mehr wirtschaftlich und digitale Verfahren übernehmen.

Gibt es umweltfreundlicheren Druck?

Wasserbasierte Siebdruckfarben enthalten weniger Lösemittel als Plastisol und hinterlassen auf Baumwolle einen weicheren Griff. Auch eine kleinere Druckfläche und weniger Farben senken Kosten und Umweltlast.

Wie viel kostet beidseitiger Druck mehr?

Er verdoppelt die Druckposition etwa, weil der Vorgang wiederholt wird. In den meisten Kampagnen genügt eine Seite. Die vollständige Kostenaufstellung steht in unserem Kostenbeitrag.

Stickerei oder Druck?

Bei Firmengeschenken und langlebigen Produkten hinterlässt Stickerei den stärkeren Eindruck. Bei hoher Auflage in der Werbeverteilung wird aus Kostengründen gedruckt. Auch eine Kombination ist möglich: Druck auf dem Korpus, Stickerei auf einer kleinen Fläche.

Kann ich vor der Produktion einen Andruck sehen?

Ja, und Sie sollten es. Ein Farbandruck zeigt zwei Dinge, die am Bildschirm nicht sichtbar sind: den echten Ton auf dem Stoff und ob feine Details lesbar bleiben.

Warum ist der Druck auf dunklem Stoff teurer?

Damit eine helle Farbe auf dunklem Grund deckt, wird zuerst eine weiße Grundierung gedruckt. Das ist faktisch eine Farbe mehr, also mehr Siebe und mehr Durchgänge. Auf hellem Stoff ist dasselbe Logo in einem Durchgang fertig.

Wie groß darf die Druckfläche sein?

Die Grenze setzt die Palette, nicht die Tasche. Drucke über nahezu den ganzen Korpus sind möglich, doch Henkelansatz und Nahtzugaben müssen außerhalb bleiben. Ist ein Vollflächendruck geplant, sagen Sie es beim Schnitt, denn bei manchen Modellen wird vor der Konfektion gedruckt.

Welche Technik passt zu kleinen Aufträgen?

DTF bei kleinen Mengen mit vielen Farben, DTG bei sehr kleinen Mengen auf heller Baumwolle. Vergleichende Preise für Ihre Menge erhalten Sie über das Angebotsformular.

Für einen direkten Vergleich zu Ihrem Motiv und Ihrer Menge senden Sie uns Logodatei und Stückzahl über unsere Seite Werbetaschen oder schreiben Sie uns direkt über die Kontaktseite.

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